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Für die meisten professionellen Anleger gehören Terminkontrakte oder auch Futures seit langem zum festen Handelsrepertoire. Für den so genannten privaten Kleinanleger war es dagegen bisher deutlich schwieriger, entsprechende Finanzprodukte systematisch einzusetzen. Zumindest wenn es Produkte aus dem regulierten Handel sein sollten. Zwar ist das in Deutschland wohl bekannteste Future Instrument seit nunmehr 25 Jahren am Markt handelbar. Mit einem Kontraktwert von etwa 25 Euro je Punkt des DAX 30 mussten Anleger aber schon sehr üppig mit Kapital ausgestattet sein, um eine entsprechende Transaktion zu stemmen. Mit dem Ende Oktober von der EUREX herausgebrachten Mini DAX Future (Mini F-DAX) ändern sich die Voraussetzungen aus Sicht des Kleinanlegers deutlich.

Im Prinzip sagt der Name schon alles: Bei dem Mini Future DAX handelt es sich um nichts anderes, als eine wesentlich kompaktere Version des großen Bruders F-DAX. Wie dieser basiert auch der Mini DAX Future auf dem Prinzip eines klassischen Termingeschäftes, wobei der Basiswert des Termingeschäftes der Deutsche Aktien Index ist.
Der aktuelle Kurs eines Index Futures wird grundsätzlich über Angebot und Nachfrage bestimmt. Wie ein normaler Terminkontrakt gibt es auch bei einem Indexfuture wie dem F-DAX eine feste Verfallsdauer, die nach Auflegung stets neun Monate beträgt. An der EUREX sind jeweils die dritten Freitage in den Monaten März, Juni, September und Dezember als Verfallstermine festgelegt. Als Faustregel kann dabei gelten, dass die Preisdifferenz zwischen F-DAX und dem tatsächlichen DAX mit dem Näherrücken des Verfallsdatum schrumpft und sich bis zum Verfallstag vollständig angleicht. Im Grunde spekuliert der Anleger mit dem Kauf eines DAX Futures auf nichts anders, als den erwarteten Stand des DAX zum Verfallsdatum. Dabei erwirbt der Käufer eines Future Kontraktes den Anspruch, den DAX Index zum aktuellen Preis des Futures zu erwerben.
Während für diesen Vorgang bisher mit dem F-DAX 25 Euro je Basispunkt des DAX am Markt bewegt wurden, liegt dieser Wert beim Mini F-DAX nun bei 5 Euro. Es ist somit also nur noch ein Fünftel der Margin notwendig, die beim FDAX fällig wurde. Allerdings findet die Kursstellung, nicht wie beim F-DAX, zu halben Punkten, sondern nun zu ganzen Punkten des DAX30 statt. Die Erfüllung des Kontrakts erfolgt durch den so genannten Barausgleich, der am ersten Börsentag nach der Schlussabrechnung vorgenommen wird.

Der Mini DAX Future firmiert unter der Produkt Identifikationsnummer (ISIN) DE 000 A160 WT6, wird in der Basiswährung Euro berechnet und kann zwischen 8.00 Uhr und 22.00 Uhr gehandelt werden. Der Mini F-DAX lässt sich dabei über jeden Anbieter handeln, bei dem ein Marginkonto geführt werden kann. Auch der Future Broker BANX bietet den Handel mit diesem neuen Instrument an.
In der Praxis scheint sich der Mini F-DAX mittlerweile bewährt zu haben. Im täglichen Handel hat sich gezeigt, dass stets genügend Liquidität für einen reibungslosen Handel vorhanden ist. Bei der Tickgröße von einem Punkt muss der Händler mit einem Spread von mindestens einem Punkt rechnen.
Damit wurde ein wichtiges Ziel der EUREX erreicht, nämlich ein gut handelbares Future-Produkt bereitzustellen. Der herkömmliche F-DAX hatte nämlich immer wieder unter einer mangelnden Liquidität gelitten, so dass sich dieser Kontrakt nicht zu präzisen Kursen handeln ließ. Diese Probleme scheinen mit dem neuen Mini F-DAX vollständig behoben zu sein.

Chancen und Risiken beim Handel mit dem Mini DAX Future

Für den Handel an der Börse gibt es einige wenige unverrückbare Grundregeln. Eine diese Regeln lautet, dass Chance und Risiko stets in einem entgegengesetzten Verhältnis zueinander stehen. Hohe Renditen darf daher nur erwarten, wer auf der anderen Seite bereit ist, entsprechend höhere Risiken einzugehen. Ein erhöhter Bedarf an Sicherheit in Bezug auf das angelegte Kapital kann daher nur gegen Zugeständnisse bei der Rendite erreicht werden. Der gehebelte Handel zählt dabei seit jeher zu einer Handelsart mit hohen Renditepotenzialen und entsprechenden Verlustrisiken.

Generell sollte sich daher jeder Trader immer wieder klar machen, dass der Handel mit Terminkontrakten zu einem besonders spekulativen Segment des Börsenhandels gehört. Durch den Gebrauch von Finanzhebeln bzw. den Einsatz von Fremdkapital können auf der einen Seite natürlich stattliche Renditen erzielt werden. Der Anleger sollte sich dabei aber auch bewusst sein, dass ein Verlust, der über den Einsatz seines Kapitals hinausgeht, stets im Bereich des Möglichen liegt. Theoretisch sind die Verluste sogar unbegrenzt.

Entsprechend dieser Konstellation ergeben sich dann auch die Anforderungen an die Bedeutung dieses Finanzprodukts. Dieses eignet sich grundsätzlich nur als ein moderater Bestandteil einer ausgewogenen Handelsstrategie. Zunächst sollten Trader ohnehin nur den Teil ihres Vermögens im Handel einsetzen, welcher nicht unmittelbar für die Lebensführung benötigt wird. Wer sich also ein klares Budget setzt und sich an dieses auch hält, hat schon viel erreicht.

Noch einmal besondere Maßnahmen sind aber für den Handel mit Hebelprodukten und Futures notwendig. Da hier, wie gesagt im schlimmsten Fall nicht nur der Verlust des Einsatzes droht, sollten über die Margin hinaus weitere Mittel zur Verfügung stehen, um eventuelle Verluste ausgleichen zu können. Verfügt der Trader über diese Mittel nicht, sollte dieser Handel auch nicht betrieben werden. Darüber hinaus gibt es aber auch im Future Handel die Möglichkeit, mit Orderzusätzen wie beispielweise einem Stopp Loss, die Verlustrisiken wirksam zu begrenzen.
Auch hier sollte sich der Trader aber generell klar machen, dass aufgrund der Hebelwirkung entsprechende Grenzen schneller erreicht werden, als im „normalen“ Handel.

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